Goethe-Institut USA · Bildung & Kultur
Chatbot oder bessere Website? Research für das Goethe-Institut USA.
- Zeitraum
- 01/2021 – 06/2021
- Meine Rolle
- UX-Verantwortliche
- Team & Kontext
- Junior UX Designer, Standortleiter Goethe-Institut USA und Ansprechpartner bei UserTesting.
Projekt & Herausforderung
Ein geplanter Chatbot sollte Kursinteressierten die Wahl eines Deutschkurses erleichtern. Bevor eine kostspielige Entwicklung begann, galt es zu prüfen, ob dieser Ansatz das tatsächliche Problem löst.
Die Website-Suche war sehr aufwendig; Mitarbeitende mussten Sprachkenntnisse und Verfügbarkeit telefonisch klären. Ein Chatbot sollte beraten, doch seine Akzeptanz war ungewiss. Auch die Mitarbeitenden waren skeptisch, weil die persönliche 1:1-Beratung geschätzt wurde. Deshalb: validieren vor entwickeln.
Research & Methodik
14 Remote-Tiefeninterviews à 60 Minuten mit 8 Mitarbeitenden, 3 Lehrkräften und 3 Lernenden aus den USA bildeten die Grundlage. Daraus entstanden eine SOLL-User-Journey, ein Balsamiq-Konzept und ein interaktiver Axure-RP-Chatbot in der echten Website.
Die unmoderierte UserTesting-Studie umfasste 8 Personen aus Deutschland und Kanada: 4 am Desktop und 4 am Smartphone. Nach 2 Pretests wurde der Studienaufbau angepasst. Ich wertete die Tests aus und erstellte Highlight-Videos für die Stakeholder.
Ergebnis
Das richtige Problem lösen.
Die Zielgruppe wollte keinen Chatbot. Das eigentliche Problem war die überfordernde Website. Highlight-Videos überzeugten die Stakeholder, den Chatbot nicht zu entwickeln; das Budget floss in die Verbesserung der Website.
Bei KI-Chatbots würde ich heute genauso vorgehen: erst das Problem verstehen, dann die Technologie wählen.


